Vermögenslage

DEUTZ-Konzern: Übersicht zur Vermögenslage
  31.12.2017 31.12.2016 Veränderung
in Mio. €      
Langfristiges Vermögen 603,4 563,6 39,8
Kurzfristiges Vermögen 609,3 495,7 113,6
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0,4 0,4
Vermögen gesamt 1.213,1 1.059,7 153,4
       
Eigenkapital 599,2 491,1 108,1
Langfristige Schulden 240,4 265,0 –24,6
Kurzfristige Schulden 373,5 303,6 69,9
Eigenkapital und Schulden gesamt 1.213,1 1.059,7 153,4
       
Working Capital (in Mio. €) 222,2 204,3 17,9
Working-Capital-Quote (Stichtag, in %) 15,0 16,2 –1,2
Working-Capital-Quote (Durchschnitt, in %) 13,4 17,9 –4,5
Eigenkapitalquote (in %) 49,4 46,3 3,1
 
Working Capital: Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Eigenkapitalquote: Eigenkapital / Eigenkapital und Schulden gesamt.

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte des DEUTZ-Konzerns betrugen zum 31. Dezember 2017 603,4 Mio. € (31. Dezember 2016: 563,6 Mio. €). Der Anstieg in Höhe von 39,8 Mio. € ist hauptsächlich auf höhere immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen. Zum einen führten die Akquisitionen von Torqeedo und DEUTZ Italy (vormals IML Motori S.r.l.) zum Ansatz von Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von 48,0 Mio. € sowie einem Anstieg sonstiger immaterieller Vermögenswerte von 24,2 Mio. €. Zum anderen haben wir im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit Liebherr Machines Bulle S.A. Vertriebs- und Servicerechte erworben. Andere langfristige Vermögenswerte sind hingegen im Berichtszeitraum gesunken.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im Vorjahresvergleich um 113,6 Mio. € auf 609,3 Mio. € deutlich gestiegen (31. Dezember 2016: 495,7 Mio. €). Ausschlaggebend hierfür war der gestiegene Bestand an Zahlungsmitteln und -äquivalenten. Zudem haben sich die Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bedingt durch das höhere Geschäftsvolumen und durch die Erstkonsolidierung von Torqeedo und DEUTZ Italy (vormals IML Motori S.r.l.) deutlich erhöht.

DEUTZ-Konzern: Bilanzstruktur

S048_Grafik: DEUTZ-Konzern: Bilanzstruktur

Working Capital

Das Working Capital ist zum 31. Dezember 2017 auf 222,2 Mio. € gestiegen (31. Dezember 2016: 204,3 Mio. €). Entscheidend dafür waren die höheren Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich ebenfalls volumenbedingt erhöht und deutlich kompensierend ausgewirkt. Aufgrund des deutlich gestiegenen Umsatzvolumens hat sich die Stichtagsquote 1) zum 31. Dezember 2017 trotz des höheren Working Capitals auf 15,0 % verbessert (31. Dezember 2016: 16,2 %). Die durchschnittliche Working-Capital-Quote 2) ist ebenfalls gesunken und betrug zum Ende des Berichtsjahres 13,4 % (31. Dezember 2016: 17,9 %). Unsere Prognose, die durchschnittliche Working-Capital-Quote gegenüber dem Vorjahr leicht zu verbessern, haben wir insbesondere aufgrund der sehr positiven Entwicklung der Umsatzerlöse übererfüllt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum 31. Dezember 2017 deutlich auf 599,2 Mio. € gestiegen (31. Dezember 2016: 491,1 Mio. €). Entscheidend für den deutlichen Anstieg in Höhe von 108,1 Mio. € war das hohe Konzernergebnis des Berichtsjahres.

Die Eigenkapitalquote hat sich dementsprechend auf 49,4 % erhöht (31. Dezember 2016: 46,3 %). Sie liegt damit weiterhin deutlich über unserem Zielwert von mehr als 40 %.

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden lagen zum 31. Dezember 2017 bei 240,4 Mio. € (31. Dezember 2016: 265,0 Mio. €). Der Rückgang um 24,6 Mio. € ist im Wesentlichen auf gesunkene Finanzschulden und Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Die Finanzschulden wurden planmäßig um 15,9 Mio. € auf 28,1 Mio. € zurückgeführt. Der Rückgang der Pensionsrückstellungen ist hauptsächlich durch laufende Pensionszahlungen bedingt.

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden sind dagegen um 69,9 Mio. € auf 373,5 Mio. € gestiegen. Entscheidend hierfür waren vor allem höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen für Ertragsteuern. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 45,2 Mio. € ergibt sich insbesondere aus dem auftragsbedingt höheren Bestellvolumen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der erstmaligen Einbeziehung von Torqeedo und DEUTZ Italy (vormals IML Motori S.r.l.) in den Konzernabschluss der DEUTZ AG. Die höheren Rückstellungen für Ertragsteuern resultieren hauptsächlich aus dem hohen Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2017.

Die Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2017 auf 1.213,1 Mio. € (31. Dezember 2016: 1.059,7 Mio. €) gestiegen.

1) Verhältnis des Working Capitals (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) zum Stichtag zum Umsatz der vergangenen zwölf Monate.
2) Working Capital-Quote (Durchschnitt, in %): Working Capital als Durchschnitt der letzten vier Quartalsstichtage zum Umsatz der vergangenen zwölf Monate.