Vermögenslage

DEUTZ AG: Übersicht zur Vermögenslage
  31.12.2017 31.12.2016
in Mio. €    
Anlagevermögen 572,6 494,4
Umlaufvermögen 484,5 410,1
Rechnungsabgrenzungsposten 1,4 1,6
Aktive latente Steuern 85,1 83,7
Vermögen gesamt 1.143,6 989,8
Eigenkapital 629,0 508,8
Rückstellungen 260,6 254,3
Verbindlichkeiten 253,5 226,2
Rechnungsabgrenzungsposten 0,5 0,5
Eigenkapital und Schulden gesamt 1.143,6 989,8
Working Capital (in Mio. €) 63,2 63,2
Working-Capital-Quote (Stichtag, in %) 4,7 5,5
Eigenkapitalquote (in %) 55,0 51,4
 
Working Capital: Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Eigenkapitalquote: Eigenkapital / Eigenkapital und Schulden gesamt.

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen betrug zum 31. Dezember 2017 572,6 Mio. € (31. Dezember 2016: 494,4 Mio. €). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich auf den höheren Bestand an Finanzanlagen zurückzuführen, bedingt durch die Beteiligungserwerbe an der Torqeedo GmbH und der DEUTZ Italy (vormals IML Motori S.r.l.). Dem gegenüber stand ein Rückgang der Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Im Zuge der Rückabwicklung der Veräußerung des seinerzeitigen Betriebsgeländes am Standort Köln-Deutz an die Deutz-Mülheim Grundstücksgesellschaft mbH wurden die daraus entstandenen Ausleihungen ausgebucht. Auch der Bestand an immateriellen Vermögensgegenständen hat sich bedingt durch die Investition in die Neu- und Weiterentwicklung von Motoren sowie den Erwerb von Vertriebs- und Servicerechten von der Liebherr Machines Bulle S.A. signifikant erhöht. Bei den Sachanlagen lagen die Investitionen dagegen unter den Abschreibungen, so dass der Bestand zum 31. Dezember 2017 gesunken ist.

Umlaufvermögen

Zum 31. Dezember 2017 lag das Umlaufvermögen bei 484,5 Mio. €. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 74,4 Mio. € (31. Dezember 2016: 410,1 Mio. €) ist insbesondere auf den höheren Bestand an flüssigen Mitteln zurückzuführen. Des Weiteren hat sich der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräten bedingt durch das gestiegene Geschäftsvolumen erhöht.

Working Capital

Das Working Capital lag zum 31. Dezember 2017 bei 63,2 Mio. € und damit auf dem Niveau des Vorjahres (31. Dezember 2016: 63,2 Mio. €). Die Bestände an Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben zwar bedingt durch das gestiegene Geschäftsvolumen zugelegt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind allerdings ebenfalls volumenbedingt gestiegen und haben sich kompensierend ausgewirkt. Die Working-Capital-Quote1) ist aufgrund des deutlich höheren Umsatzvolumens gesunken und betrug zum Stichtag 4,7 % nach 5,5 % im Vorjahr.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Mio. € auf 85,1 Mio. € gestiegen (31. Dezember 2016: 83,7 Mio. €). Der Anstieg ist hauptsächlich auf höhere latente Steuern auf Verlustvorträge zurückzuführen.

Eigenkapitalquote

Das Eigenkapital ist bedingt durch das positive Jahresergebnis um 120,2 Mio. € auf 629,0 Mio. € gestiegen (31. Dezember 2016: 508,8 Mio. €). Dem gegenüber stand die Ausschüttung einer Dividende an die Aktionäre der DEUTZ AG für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 8,5 Mio. €. Die Eigenkapitalquote hat sich zum Jahresende auf 55,0 % erhöht (31. Dezember 2016: 51,4 %).

Rückstellungen

Die Rückstellungen betrugen zum 31. Dezember 2017 260,6 Mio. € (31. Dezember 2016: 254,3 Mio. €). Der Anstieg in Höhe von 6,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahresstichtag resultierte hauptsächlich aus höheren Rückstellungen für Ertragsteuern bedingt durch das deutlich verbesserte Ergebnis des Berichtsjahres. Geringere Rückstellungen für Pensionen haben diese Entwicklung teilweise kompensiert. Der Rückgang bei den Pensionsrückstellungen ist insbesondere auf laufende Pensionszahlungen zurückzuführen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind zum 31. Dezember 2017 um 27,3 Mio. € auf 253,5 Mio. € (31. Dezember 2016: 226,2 Mio. €) gestiegen. Entscheidend hierfür war der volumenbedingte Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Dem gegenüber stand insbesondere ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Diese wurden planmäßig weiter zurückgeführt.

1) Working-Capital-Quote zum Stichtag: Verhältnis Working Capital (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) bezogen auf den Stichtag zum Umsatz der letzten zwölf Monate.