Finanzlage

DEUTZ AG: Übersicht zur Finanzlage
  2017 2016
in Mio. €    
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 100,8 50,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit –29,0 –44,5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –24,6 –23,1
Veränderung des Zahlungsmittelbestands 47,2 –16,9
Free Cashflow 70,1 6,0
Zahlungsmittel und -äquivalente am 31.12. 128,0 80,8
 
Free Cashflow: Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitionstätigkeit abzgl. Nettozinsausgaben.

Das Finanzmanagement im DEUTZ-Konzern erfolgt als eine der zentralen Funktionen des Konzerns durch die DEUTZ AG. Daher stimmen die Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements sowie die Finanzierung der DEUTZ AG mit denen des Konzerns im Wesentlichen überein. Wir verweisen an dieser Stelle auf die entsprechenden Abschnitte dieses Zusammengefassten Lageberichts.

Liquidität

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 100,8 Mio. € (2016: 50,7 Mio. €). Der Anstieg ist insbesondere auf das höhere operative Ergebnis sowie die Entwicklung der sonstigen Forderungen zurückzuführen. Während sich die sonstigen Forderungen im Vorjahr stärker aufgebaut haben, wurden diese im Berichtsjahr großteils ausgeglichen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf –29,0 Mio. € (2016: –44,5 Mio. €). Neben den höheren Investitionen in das immaterielle Vermögen aufgrund des Erwerbs von Vertriebs- und Servicerechten von der Liebherr Machines Bulle S.A. war die Investitionstätigkeit insbesondere durch folgende Effekte gekennzeichnet: Zum einen wurden im Geschäftsjahr 2017 die Grundstücke unseres bisherigen Standorts Köln-Deutz veräußert. Zum anderen hat die DEUTZ AG jeweils 100 % der stimmberechtigten Anteile an der Torqeedo GmbH, Gilching, und der DEUTZ Italy S.r.l., Mailand (vormals IML Motori S.r.l.), erworben.

Der Zahlungsabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug zum Ende des Berichtsjahres 24,6 Mio. € (2016: 23,1 Mio. €). Der Mittelabfluss war im Geschäftsjahr 2017 insbesondere durch die Rückführung von Darlehen und durch eine Dividendenzahlung an die Aktionäre in Höhe von 8,5 Mio. € geprägt.

Der Free Cashflow hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum insbesondere aufgrund des deutlich gestiegenen operativen Cashflows um 64,1 Mio. € auf 70,1 Mio. € erhöht (2016: 6,0 Mio. €).

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2017 hat die DEUTZ AG nach Investitionszuschüssen insgesamt 160,0 Mio. € investiert (2016: 52,1 Mio. €). Der größte Teil der Investitionen entfiel mit 90,5 Mio. € auf Finanzanlagen (2016: 0,7 Mio. €). Zum 1.Oktober 2017 wurden jeweils 100 % der stimmberechtigten Anteile an der Torqeedo GmbH, Gilching, und IML Motori S.r.l., Mailand (Italien), übernommen. Die Investitionen (inklusive Anschaffungsnebenkosten) betrafen mit 79,0 Mio. € die Torqeedo GmbH und mit 11,5 Mio. € die IML Motori S.r.l.

In Sachanlagen wurden 32,6 Mio. € investiert (2016: 41,2 Mio. €). Die Zugänge in diesem Anlagenbereich betrafen insbesondere Ersatzinvestitionen in Werkzeuge, Vorrichtungen und Maschinen. Zudem standen die Zugänge im Zusammenhang mit der neuen Baureihe TCD 2.2 sowie den letzten Maßnahmen zur Standortoptimierung. Im ersten Halbjahr 2017 haben wir zudem abschließende Investitionen im Rahmen der zweiten Stufe der Verlagerung des Austauschmotorenwerks von Übersee nach Ulm sowie in den Aufbau des Wellenzentrums in Köln-Porzgetätigt.

Die Investitionen in das immaterielle Vermögen waren hauptsächlich durch die Neu- und Weiterentwicklung unserer Motoren gekennzeichnet. Des Weiteren stand der Erwerb von Vertriebs- und Servicerechten im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung mit der Liebherr Machines Bulle S.A. im Fokus der Investitionstätigkeit.